Montag, 21. Juni 2010
Schmerzende Füße heute.
Der Plan von social services ging schief. Amy rief Samstag Abend an und wollte „nach Hause“, also auf die Farm zurück und nicht bei der Mutter bleiben. Sue holte sie ab. (Ich denke, das ist aus verschiedenen Gründen sehr gut, dass sie von sich aus zurück wollte.)Sophie hat sich mit der Mutter geprügelt und lief mit ihrem doch wieder Freund in Pembroke rum und wollte weder zu ihrer Mutter noch zur Farm. Wer hätte das gedacht.

Am Sonntag war ich mit Miriam, Helena und Jonas (Besuch aus D) verabredet. Wir wolltem mit dem Coastal Cruiser Bus zur Küste fahren und sie entlang laufen und dann am nächsten Halt wieder einsteigen. Außerdem wollten die drei noch zur Farm kommen (weil der Bus durch Hundleton durchfährt) und sich hier umgucken. Als ich Sue von dem kurzfristigen Plan erzählte bot sie an die drei vom Bahnhof abzuholen und uns direkt zur Green Bridge zu fahren. Die Green Bridge und die Stack Rocks sind Felsen an der Küste. Die Green Beidge macht ne Brücke, die Stack Rocks stehen einfach ihren Mann. Sue war also so gut und setzte uns dort ab. Nachdem wir die Aussicht ausreichend genossen hatten, liefen wir den Coastal Footpath direkt an den Klippen entlang. Sehenswert war es nicht nur Richtung Meer, sondern auch ins Land rein. Das ganze Gebiet gehört nämlich dem Militär, Felder sind umzäunt, Bunker und alte Panzer stehen verlassen rum und ab und zu sah man schwarze Flecken von verbranntem Gras. Sue erzählte, dass die Soldaten hier her kommen und drei Wochen trainieren, bevor sie nach Afghanistan geschickt werden. Das Übungsgebiet ist rieeesig und wird geschlossen und mit roten Fahnen gekennzeichnet, wenn die großen Jungs dort Krieg spielen. Sogar einige Meilen ins Wasser rein besteht dann Gefahr.
Wir liefen vier Stunden an der Küste entlang, machten viele Pausen um die Aussicht zu genießen und kamen am Ende in St. Goven an, wo es ne Chapel in den Klippen zu bestaunen gibt. Man kann sie über eine abenteuerliche Treppe erreichen und kann fast bis zum Wasser runter laufen.


Green Bridge of Wales


Stack Rocks


Küste


Militärgebiet und verbranntes Gras


St. Goven's Chapel

Von St. Goven aus liefen wir noch rein ins Land zum ersten Dorf namens Bosherston und dort holte Sue uns wieder ab. Das war sehr nett von ihr, denn dann brauchten wir nicht noch 2 ½ Stunden auf den Bus warten. Der fährt nämlich nur 3x am Tag.
Auf der Farm führte ich die Mädels und Jonas dann rum, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof machten, von wo aus die drei wieder zurück fuhren. Ich nahm mein Fahrrad mit, damit ich nicht ne Stunde laufen musste.

Der Montag fing in der Schule ganz normal an, nur hab ich heute mit keinem Kind gelesen, denn nachmittags war Infant Sports Day! Reception Class, Class 1 und Class 2 versammelten sich nach der großen Lunch Pause auf dem großen Feld. Es waren auch zahlreiche Eltern erschienen, die an der Laufbahn saßen und fleißig applaudierten. Es gab den Sprint, eine Runde laufen und viele viele verschiedene Spiele, z.B. das Beanbag Race, wo die Kinder einen Bohnensack nach dem nächsten aufsammeln und zum Sammelplatz bringen mussten. Sackhüpfen und Eierlaufen gabs auch und viele mehr.


Sports Day


Sackhüpfen Klasse 2

Auf der Fahrt nach Hause hat mein Fahrrad mich im Stich gelassen. Schon in Lamphey war der Reifen so platt, dass ich nur noch schieben konnte. Ich lief fast zwei Stunden bis zur Farm. Inzwischen hab ich das Loch gefunden, den Reifen geflickt und hoffe, dass es das gewesen ist und alles in Zukunft hält. Für morgen hab ich ne Mitfahrgelegenheit, weil ich morgen gar nicht zur Schule gehe. Miss Teague sammelt mich ein und wir fahren zu einem Seminar. Worum es geht hab ich noch nicht ganz verstanden, aber Bericht wird folgen. Was ich weiß ist, dass wir warmes Mittagessen und Kaffee und Tee umsonst bekommen. Klingt gut in meinen Ohren.

Noch mehr Foster Children stories? Bevor Ruby ging hat sie zwei Türen eingetreten (Bad und Dans Zimmer, ein großes Loch!) und einen Bilderrahmen zerschmerttert.

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